Gesicht zeigen - Stimmen zum Runden Tisch

In unserer sogenannten „postfaktischen Zeiten“ sind demokratische und freiheitliche Werte bedroht; offenbar meinen immer mehr Menschen, die Probleme unserer Gesellschaft müssten in autoritärer Manier gelöst werden. An solchen Stimmungen knüpfen Neonazis mit ihrer menschenfeindlichen Ideologie an. Das ist gefährlich.

Aber die Würde des Menschen darf nicht angetastet werden. Ich bin zutiefst überzeugt, dass die Herausforderungen des Zusammenlebens von unterschiedlichen Menschen nur im Rahmen einer freiheitlich-demokratischen Grundordnung bewältigt werden können. Das gilt vor allem für Fragen von Recht und Gerechtigkeit. Deshalb setze ich mich am „Runden Tisch“ mit „Zivilcourage“ „für Demokratie und Toleranz“ ein.

– Pfarrer Hans-Jörg Rummel –
Ev.-Luth. St.-Johannis-Kirchgemeinde Plauen.

Ich bin aufgewachsen in einer Diktatur, die meine Familie, ebenso wie Deutschland, in Ost und West teilte.
Ich war im Herbst 1989 unter den Demonstranten für Demokratie, Weltoffenheit und Toleranz, für Freiheit, für die Einheit Deutschlands und Europas und das Ende der Gefahren des „Kalten Krieges“.
Aus meinem eigenen Erleben gibt es für mich keine Alternative zur demokratischen Grundordnung und zur Rechtsstaatlichkeit.
Denn Demokratie heißt friedlich und ohne Waffengewalt Lösungen und Kompromisse finden, andere Meinungen anhören und sich damit auseinandersetzen. Das ist nicht immer bequem und sicherlich nicht der einfachste Weg, aber der beste.
Populismus, Demagogie, autoritäres Denken und Tun spalten die Gesellschaft, spalten die Menschen, schüren Konflikte, Hass und Gewalt. Das ist nicht meine Vorstellung vom Miteinander der Gesellschaft. Deswegen unterstütze ich den Runden Tisch im Vogtland.

– Ralf Oberdorfer –
Oberbürgermeister Plauen

„Der Runde Tisch ist für mich mehr als nur ein Aktionsbündnis, ein Netzwerk oder eine Demo-Organisation. Der Runde Tisch ist für mich ein Zeichen dafür, dass es in unserer Gesellschaft viele Menschen gibt, die füreinander, für Toleranz und Demokratie einstehen. Ich bin sehr dankbar, dass es diesen Zusammenschluss in Plauen gibt.“

– MdL Juliane Pfeil-Zabel –
Abgeordnete des Sächsischen Landtages (SPD)

Warum ich mich am „Runden Tisch“ engagiere?

1946 wurde ich in die Plauener Trümmerlandschaft geboren.
Schul-, Ausbildungszeit und Berufstätigkeit durchlebte ich zwar kritisch – aber auch angepasst – in der DDR.
Besondere persönliche Erlebnisse in den Oktobertagen 1989 * führten mich zum spontanen Entschluss: „Bis hierher und nicht weiter“. Gleichzeitig war mir bewusst, dass die gewonnene Freiheit des verantwortlichen Mitwirkens möglichst vieler Bürgerinnen und Bürger bedarf.
Wachsender Rechtsradikalismus, Neonazismus, Fremdenfeindlichkeit und populistische Aktivitäten – ebenso „wegschauen“ – schaden unserem Gemeinwesen.
Hier möchte ich mit meinen Möglichkeiten, dieser Entwicklung entgegenzuwirken, aktiv einbringen.

Der „Runder Tisch für Demokratie, Toleranz und Zivilcourage“ bündelt Kräfte, die sich verantwortungsvoll für die Belange unserer freiheitlich- demokratischen Gesellschaft einsetzen.

Auch wenn mein persönlicher Beitrag nur ein winziges Mosaiksteinchen für dieses Ziel sein sollte, betrachte ich es doch als wichtigen Teil eines Ganzen.

– Jörgen Meyer –

Die Losung der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschisten (VVN-BdA) „Nie wieder Faschismus! Nie wieder Krieg!“ ist mir zur Maxime geworden. Als Historiker weiß ich, dass 1933 nicht geputscht wurde, sondern die Hitler-Regierung in der Folge von regulären Wahlen zur Macht kam. Das erreichte sie durch Demagogie und lügenhafte Wahlversprechen. Um Ähnliches in Gegenwart und Zukunft zu verhindern, engagiere ich mich für Demokratie und Völkerfrieden. Die Vermittlung von Wissen über Geschichte und gesellschaftliche Zusammenhänge hat dabei für mich Priorität.

– Peter Giersisch –
VVN-BdA Vogtland

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