Stellungnahme des Runden Tisches

Den Diskussionen der letzten Tage in der Presse über den Runden Tisch in Form von Austritten möchten wir gern begegnen mit einem: Wir werden uns auch weiter wie bisher für Demokratie und Toleranz einsetzen und gegen rechtsradikale Tendenzen ein klares Statement abgeben Ja, es gibt immer wieder mal Querelen, die wir bisher intern geklärt haben. Das ist wohl in jedem Netzwerk so, in dem verschiedene Akteure mitwirken. Bisher konnten wir uns im Sinne des Ziels – den Kampf gegen Rechtsradikalismus, Rassismus, Menschenverachtung und –abwertung – immer einigen und Aktionen und Veranstaltungen durchführen. Wichtig war und ist es uns immer, ...

... breites Bündnis zu finden, um so viele Menschen wie möglich zu erreichen. Insbesondere bei Aktionen, wie am 1. Mai verschiedener Jahre, war dies wichtig, um sich den rechtsextremistischen Aufmärschen des III. Weges und anderer Vereinigungen entgegen zu stellen, um zu zeigen, dass Plauen eine demokratiefreundliche Stadt ist und bleiben soll. Es ist gut, dass an solchen Tagen auch verschiedene Akteure unterschiedliche Formate bedienen (kreative Demonstrationen an der Strecke, um den Rechtsextremisten nicht die Straße zu überlassen bzw. ihnen zu zeigen, dass wir anderer Meinung sind, Musikevents an und jenseits der Strecke, Friedensgebete, Mahnwachen, Menschenketten und vieles andere mehr), um verschiedene Menschen zu erreichen und verschiedenen Bedürfnissen gerecht zu werden. Wichtig ist es dabei immer zu betonen, was uns vereint. Das Austragen von Verärgerungen und „Befindlichkeiten“ über die Presse und nicht zuerst im persönlichen Gespräch wirft uns natürlich in diesen Bemühungen zurück und macht uns Sorge. Dennoch wird sich an unserem Engagement nichts ändern. Natürlich werden und müssen wir uns darüber verständigen, wie wir mit solchen Situationen, wie der derzeitigen umgehen. Wir werden weiterhin Veranstaltungen durchführen, die der Aufklärung dienen und damit zu Toleranz und der Stärkung der Demokratie beitragen und uns mit Aktionen gegen rechtsradikale, menschenverachtende und demokratiefeindliche Bestrebungen stellen. Deshalb und um zu zeigen, dass es „normal“ weiter geht, hier schon einmal Hinweise auf unsere nächsten Veranstaltungen: Ab 07.09.19 findet die große Anne-Frank-Ausstellung "Deine Anne - ein Mädchen schreibt Geschichte" statt, die wir gemeinsam mit dem und am BSZ „Anne Frank“ und mit Unterstützung anderer Schulen durchführen. Eine weitere Ausstellung „Opfer rechter Gewalt“ in Kooperation mit RAA Sachsen e.V. wird in der Erlöserkirche gezeigt. Zu beiden Ausstellungen gibt es umfangreiche Begleitprogramme. Im November macht wieder die Kurzfilmtour der LAG Queeres Sachsen bei uns Halt. Und so weiter. Der Runde Tisch versteht sich nach wie vor als ein Netzwerk für alle, die sich für Demokratie, Toleranz und gegen Rechts engagieren wollen. Dazu sind alle herzlich eingeladen, denen es um die Sache geht. Wir danken allen, die sich bisher und auch weiterhin engagieren – insbesondere den eher Leisen und Fleißigen, die stets da sind und ohne die die Arbeit am Runden Tisch nicht möglich wäre. Wir hoffen, schnell wieder in ruhigeres Fahrwasser zu gelangen, um uns auf das Wesentliche konzentrieren zu können.