Herzlich Willkommen am Runden Tisch!
Hier versammeln sich Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Gesellschaft und Kirche, um sich für Demokratie und Toleranz und gegen totalitäre und extremistische Äußerungen, die gegen die Würde des Menschen gerichtet sind, einzusetzen.

Das Ziel des Runden Tisches ist die Vernetzung der Arbeit und der Aktionen, um ein gemeinsames, couragiertes Handeln gegen Gewalt und Extremismus und für Demokratie und präventive Bildung zu ermöglichen.

Der Runde Tisch ist in seiner Ausprägung so bunt wie die Akteure, die sich versammeln. Daneben ist die Arbeit geprägt von gegenseitigen Vertrauen in die demokratischen, antirassistischen und antidoktrinären Grundwerte der jeweils anderen Teilnehmer. Alle eint das Eintreten für einen demokratischen Staat auf rechtsstaatlicher Grundlage und die Ablehnung von Gewalt in Wort und Tat. Dabei praktizieren wir untereinander Demokratie: Aufeinander hören, andere Sichtweisen gelten lassen, Kompromisse finden mit dem Ziel, demokratische Werte in der Gesellschaft stärker zu verankern.

Superintendentin Ulrike Weyer,
Schirmherrin
(Ev.-Luth. Kirchenbezirk Plauen)


Wofür wir stehen

Der Runde Tisch für Demokratie, Toleranz und Zivilcourage im Vogtland vereinigt Vertreterinnen und Vertreter der Zivilgesellschaft in dem gemeinsamen Anliegen, unsere offene Gesellschaft zu stärken und gegen die totalitäre Ideologie von Neonazis zu schützen. In diesen Bemühungen stehen alle demokratischen Kräfte zusammen trotz ihrer sonst oft unterschiedlichen weltanschaulichen, moralischen und ethischen Grundsätze. Die Prinzipien der Gewaltlosigkeit, der Rechtsstaatlichkeit, der Achtung der Würde des Menschen, und der Toleranz gegenüber anderen Sichtweisen sind für die Partnerschaft am Runden Tisch grundlegend.

Wir stehen für:

Wir wehren uns gegen:


Zum Respekt vor religiösen Symbolen

Im Vorfeld der Landtagswahl in Sachsen am 1. September 2019 hat besonders ein Wahlplakat von der Vereinigung „Die PARTEI“ für Diskussion und Erregung gesorgt, auf dem ein Kreuz im Zusammenhang mit einem CDU-Politiker dargestellt war.
Der Runde Tisch für Demokratie, Toleranz und Zivilcourage im Vogtland hat sich mit dieser Darstellung aus gegebenen Anlass befasst. Zahlreiche Kirchgemeindeglieder äußerten, dass sie diese als verunglimpfend, äußerst verletzend oder gar verstörend empfanden.
Auch in Zeiten der Meinungsfreiheit sollte im Interesse der Wahrung der religiösen Gefühle und des gegenseitigen Respektes auf Darstellungen dieser Art verzichtet werden.
Für Christen ist das Kreuz nicht nur ein religiöses Symbol, sondern gilt als heilig. Nicht nur im Umfeld des Wahlkampfes, sondern in jeglicher Hinsicht sollte das geachtet und respektiert werden.
Religionsfreiheit kann dort verwirklicht werden, wo deren Ausübung, religiöse Haltungen und Symbole geachtet werden. Ist nicht auch Satire gehalten, diese Grenzen zu respektieren? Kunstfreiheit und Religionsfreiheit sollten einander mit Respekt und Wertschätzung begegnen.
Jeder trägt Verantwortung dafür, verletzendem und grenzüberschreitendem Verhalten entgegenzutreten, indem es nicht nur gefordert, sondern selbst praktiziert wird. Satire kann in vielerlei Hinsicht einen Aussagegehalt transportieren, der zugleich einer angemessenen Äußerung Rechnung trägt.
Gestalten wir auch in diesem Sinne zusammen eine Gesellschaft des Respektes, der Toleranz und der Courage!


Ulrike Weyer, Superintendentin
Schirmherrin des Runden Tisches